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Die Vergangenheit von Elfengrau

Willkommen in alten Zeiten


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Wünsche euch eine gute Zeit

Zeitungsauschnitt der ersten Elfengrau-Party

Berichte Posted on Fri, November 24, 2006 00:56

Etwas schwer zu lesen – aber die Elfengrau-Party stand in der Zeitung!

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Und hier mal das Bild in Farbe 😉

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Nordcon 2004 in Hamburg

Berichte Posted on Thu, November 02, 2006 00:34

Nordcon 2004

Nachdem mir schon letztes Jahr der Nordcon so gut gefallen hatte, war ich um so mehr erfreut, dieses Jahr mit zwei Personen akkreditiert zu werden. Als es am Tag vorher in Strömen regnete, dachte ich schon, es fĂ€llt der Außenbereich ins Wasser, doch es war gutes Wetter.

Mit der Anfahrtsbeschreibung der Internetseite fanden wir gut hin und sogar einen Parkplatz direkt vor der TĂŒr.

Leider waren wir etwas spĂ€t dran und eilten zuerst zur Lesung von Monika Felten. Ihre ersten beiden BĂŒcher der Saga von Thale “Elfenfeuer” und “Die Macht des Elfenfeuers” hatte ich schon gelesen. Da es das neueste Werk noch nicht als Taschenbuch gibt, war ich neugierig, was nun passieren wĂŒrde. Die Autorin erzĂ€hlte zuerst ein wenig ĂŒber die ersten zwei BĂ€nde und las dann verschiedene Textstellen aus dem dritten vor. Dieses ist der Abschluss ihrer Trilogie und löst fast alle offenen Fragen der vorherigen BĂ€nde auf. Mit ihren TextauszĂŒgen machte sie neugierig auf ihr Buch, allerdings liest verhaspelte sie sich des öfteren, was aber dem Interesse an dem dritten Teil keinen Abbruch tat.

Auch erzĂ€hlte sie kurz vom ersten Teil ihrer neuen Trilogie “Die NebelsĂ€ngerin”, zu jedem Band wird es speziell komponierte Soundtracks geben und vieles ist noch in Vorbereitung – man darf gespannt sein. Sympathisch finde ich, das es bei ihr viele weibliche Heldinnen gibt, wo es doch in der Fantasy schon so viele mĂ€nnliche Helden gibt 😉

Mehr Infos zur Autorin und ihren BĂŒchern: www.monikafelten.de
Als die Lesung beendet war, gingen wir zur Wiese, wo Hadmar von Wieser eine Liveperformance bot, schade war, das wir nur noch einen Platz an der Seite des Publikums fanden, wo die Akkustik sehr schlecht war und wir nur die HÀlfte verstehen konnten. Trotzdem war es sehr lohnenswert, Hadmar machte liebevolle und humoristische Attacken auf Trekkies, Grufties, LARPer, Poser, Tabletopper, Nerds, Fans und Promis. Dieser Mann hat einfach Ausstrahlung und kann gut erzÀhlen, die Zuschauer kamen aus dem Lachen nicht heraus und erkannten sich wohl teilweise wieder.

Wir konnten kaum einen Rundgang ĂŒber den kleinen Markt machen und schon gab es den nĂ€chsten interessanten Programmpunkt – einen Workshop “Wie schreibt man eine phantastische Geschichte” mit Thomas Finn, Bernhard Hennen, Hadmar von Wieser und Karl-Heinz Witzko – dem Autorenteam der Gezeitenwelten. Die vier erzĂ€hlten abwechselnd davon, wie ihnen Ideen kommen und sie damit umgehen und wie ihre Arbeitsweise ist – sie gaben auch lustige Anekdoten dazu ab. Ein paar hilfreiche Tipps gab es, worauf man achten soll und was wichtig ist, wenn man ein Buch schreiben will – alles in allem sehr unterhaltsam und lehrreich.

Gleich anschließend ging es weiter mit ErzĂ€hlungen ĂŒber die Gezeitenwelt, es handelt sich um eine große deutsche Fantasy-Roman-Saga von der Wiedergeburt der Magie nach einer großen Katastrophe. (mehr Infos dazu findet ihr unter www.piper.de ) Davon habe ich den ersten Teil gelesen und fand ihn sehr gut und möchte unbedingt weiter die Gezeitenwelten entdecken. Diesen Vortrag allerdings haben wir nicht lange angehört, da die Luft in dem Saal etwas stickig war und so viel zuhören doch etwas anstrengend ist 😉

So sahen wir uns endlich mal in Ruhe auf dem mystischen Markt um, dort gab es allerlei zu entdecken, Spiele, BĂŒcher, Comics, Miniaturfiguren, Bilder, Schmuck und vieles mehr. Selbst fĂŒr Nicht-Rollenspieler gab es genĂŒgend interessantes zu betrachten.

Dann sind wir in die Tabletop Halle gewechselt, es ist immer wieder erstaunlich, was da alles zusammen gebaut wird und wie akribisch die Spieler sind. Auch wenn ich keine der Regeln kenne, so hab ich doch genĂŒgend Phantasie um diese Bauwerke und Spiele zu betrachten und mir meine eigenen Gedanken dazu zu machen 😉

Nach einem schnellen Kaffee ging es auch schon los zur nĂ€chsten Lesung, Christian GĂŒnther liest aus seinem DebĂŒt-Roman “under the black rainbow”. In dem Vortragsraum gab es auch ein paar passende Bilder zur Geschichte von ihm zu bewundern, dĂŒstere Werke von einer dunklen Welt, mehr visuelles von ihm ist im Netz zu finden: www.Cyberpunk.de.

Der sympathische Autor gab zunĂ€chst eine kleine Übersicht ĂŒber seine ErzĂ€hlung von einer vorstellbaren Zukunft mit dem Schauplatz Norddeutschland, dann trug er verschiedene AuszĂŒge aus seinem Buch vor, die uns sogleich in den Bann der Darsteller und dieser finsteren Welt gezogen haben. Er fĂŒllte unsere Köpfe mit Bildern, die uns auch nach Ende der Lesung nicht los ließen – mehr Infos zum Buch: www.blackrainbow.info

Nun hatten wir noch mal die Muße in Ruhe draußen umher zu wandern ĂŒber den Markt mit allerlei Gewandungen, Waffen, RĂŒstungen und auch lecker Frucht und Obstweine waren zu entdecken. Leider bekamen wir nicht mehr so viel von der AuffĂŒhrung von “Fröhlich Geschrey” mit, da diese eher spielten, als im Programm angegeben. Doch die DudelsĂ€cke und Blockflöten sorgten fĂŒr eine schöne Untermalung des Marktes.

Auf der Wiese konnte man viele verschiedene Gewandete in spielerische KĂ€mpfe verwickelt beobachten, auch gab es an allen Enden viele Spiele zu betrachten, die einem leicht die Zeit vertrieben.

Die Dunkelheit nahte, wie auch der Höhepunkt des Abends – die Feuerteufel. Inmitten der MĂ€rkte wurde ein großer Kreis geschaffen, umgeben von brennenden Holzscheiten. Eigentlich sollte die AuffĂŒhrung von Musik von Band unterstĂŒtzt werden, doch als dieses nicht funktionierte, unterstĂŒtzte Fröhlich Geschrey die Darbietung.

Ein wirklich tolles Spektakel mit Gaukelei. Die FeuerkĂŒnstler beherrschen die Flammen gar magisch und unterhalten dazu noch mit Geschichten und Ansagen, wir waren begeistert und mit Staunen und Spaß dabei.

So waren die Stunden auf der Nordcon wie im Flug vergangen, vieles gab es zu bestaunen und zum lauschen, die ganzen Gewandeten, Orks und Elfen, die sich dort herum trieben nicht zu vergessen. Auch fĂŒr Kinderbetreuung ist gesorgt und bei so viel interessanten Programm ist es zu empfehlen, beide Tage zu nutzen.

Mein einziger Kritikpunkt, es gab zu wenig zu essen fĂŒr Vegetarier und ich konnte erst zu Hause meinen Hunger stillen 😉



Dark & Mystery Music Nights 2004 Bremen

Berichte Posted on Thu, November 02, 2006 00:30

Bericht von den Dark & Mystery Music Nights in Bremen

Endlich war es Freitag, der 29.10.04 – der Tag an dem die Dark & Mystery Music Nights in Bremen stattfinden wĂŒrden.

Doch bevor wir uns zum Ort des Geschehens begaben, trafen wir uns mit den Gewinnern unserer Verlosung von Freikarten fĂŒr das Festival. Als wir pĂŒnktlich am verabredeten Platz eintrafen, wurden wir schon von den frĂŒhzeitigen Teilnehmenden erwartet. Die Karten wechselten den Besitzer und ein paar Fotos wurden gemacht.

Alsbald machten wir uns vergnĂŒglich plaudernd auf den Weg. Viele Blicke trafen unsere Truppe auf unserem Pfad durch den vollen Bahnhof und Freimarkt ,)

Bei der Halle 6 angelangt, waren wir ĂŒberrascht, das uns dort keine langen Schlangen erwarteten – waren die schon alle drin? Als nĂ€chstes entdeckten wir die ĂŒberall aufgehĂ€ngten Zettel – auf denen mitgeteilt wurde, das man die Veranstaltung zwischendurch nicht verlassen durfte, da sonst die Eintrittskarte ungĂŒltig wird. GlĂŒcklicherweise hatte man drinnen im Vorraum BĂ€nke und Tische aufgestellt – so das man dort die Möglichkeit hatte “Luft zu schnappen” ( was sehr viele spĂ€ter in den Umbaupausen nutzten).

Seine Sachen konnte man an der Garderobe hinterlassen und saubere Toiletten gab es reichlich.

Wir betraten die Halle, die bei unserer Ankunft noch etwas leer war, sich mit der Zeit aber gut fĂŒllte. So einige Fans standen schon vor der BĂŒhne und konnten es kaum abwarten, bis es losging.

Es fiel einem gleich auf – der Großteil der Besucher war schwarz oder leger gewandet, mittelalterliche Kleidung sah man eher selten. Viele Altersklassen waren vertreten – vom jungen Spund bis zum Junggebliebenen 😉

FĂŒrs leibliche Wohl war durch Essens und GetrĂ€nkestĂ€nde gesorgt – etwas seltsam muteten die “Brasil-Girls” an – die so gar nicht zum Festival passen wollten – doch grade dort konnte man Met erstehen.

Auch gab es noch StĂ€nde mit Fan-Artikeln der auftretenden Bands zu entdecken. FĂŒr die Besucher gab es genĂŒgend Sitzgelegenheiten zum zwischendurch ausruhen – oder fĂŒr diejenigen, die nicht abrocken wollten 😉

PĂŒnktlich um 20 Uhr wurden die Besucher begrĂŒĂŸt und ihnen sogleich mitgeteilt, das es nĂ€chstes Jahr wieder solch eine Konzertreihe geben wĂŒrde. Dann betraten Cultus Ferox als “Anheizer” die BĂŒhne

Ihr sicherer – aber keinesfalls routinierter Auftritt wurde zeitweise begleitet durch leicht bekleidete weibliche Wesen, die auf unterschiedlichste Art mit dem Feuer spielten – welches das Publikum begeisterte.

Der Versuch eines Bandmitglieds sich wie ein Derwisch zu drehen, wurde noch etwas zaghaft von deren Fans unterstĂŒtzt. Auch interessant zu beobachten waren die rhythmischen Armbewegungen zur Musik 😉

Zwischendurch bekam Argo die Möglichkeit, hinter der BĂŒhne mit einigen – gar nicht arroganten Spielleuten von Cultus Ferox und Saltatio Mortis ins GesprĂ€ch zu kommen und einen Blick in den Backstage Bereich zu werfen.

Nach der schnellen Umbaupause, traten dann Saltatio Mortis auf. Die ersten StĂŒcke waren mittelalterlicher, als es erwartet wurde, spĂ€ter wurden sie elektronischer. Mit dem dritten Lied “Der Heuchler” bezogen sie ganz klar Stellung, das Bush nicht wieder gewĂ€hlt werden soll.

Mit vielen kleinen Anekdoten kamen sie dem Publikum nah und erheiterten es aufs Beste. Sie verstanden es, ihre Fans mitzureißen, so das wĂ€hrend ihres Auftritts bis hinten zur TĂŒr getanzt wurde und anschließend nach Zugaben gerufen wurde – die sie auch gewĂ€hrten mit “Licht und Schatten”.

Jetzt wurde es Zeit fĂŒr Corvus Corax. Sogleich herrschte noch ausgelassenere Stimmung im Publikum. Weitgehend unbemerkt ereignete sich ein kleines Drama wĂ€hrend sie aufspielten. Ardor vom VenushĂŒgel machte seinem Namen alle Ehre – er sollte mit einer Rose bedacht werden – was er leider ĂŒbersah. Dadurch kamen der Holden die TrĂ€nen. Ein Höhepunkt war das “Platerspiel” – die Menge sang mehrere Minuten mit. Bei ihrer ersten Zugabe traten dann drei “Mönche” auf, die ihren Kehlen ungewöhnliche Laute entlockten. Nach einem letzten StĂŒck ließen sie die Besucher erschöpft zurĂŒck.

Zu spĂ€ter Stunde rundeten Schandmaul den Abend ab. Sie wurden begeistert begrĂŒĂŸt und spielten ihre “grĂ¶ĂŸten Hits”, was die Halle noch mal kochen ließ. Die Musiker/innen wirkten alle sehr entspannt und gelöst. Die Reihen lichteten sich zwar mit der Zeit – aber ihre wahren Fans hielten bis zum Schluß durch.

Abschließend lĂ€ĂŸt sich ĂŒber diesen Abend sagen, die Spielleute hatten Spaß an ihren Auftritten, es herrschte gute Stimmung und es wurde getanzt und getrunken bis in die spĂ€te Nacht. Wir sind gespannt auf die Fortsetzung.



WGT 2004 – EindrĂŒcke

Berichte Posted on Thu, November 02, 2006 00:11

Donnerstag

Endlich war es so weit, der Tag der Abreise zum 13. WGT war da! Wer kennt das nicht, die wochenlange – oder sogar monatelange Vorfreude auf das alljĂ€hrliche Treffen. Leipzig verĂ€ndert sich dann, wird zum Mekka der schwarz Gewandeten mit vielen Veranstaltungsorten fĂŒr diese.

Denn die große Gemeinschaft ist in viele Facetten unterteilt, unterschiedlichste Musikrichtungen und Vorlieben. So finden an einem Ort romantische Konzerte statt, an anderen schneller Elektrosound. Man kann im heidnischen Dorfe verweilen oder in Dresscode auf einer Fetishparty erscheinen. So viel Auswahl an Konzerten, MĂ€rkten und dazu noch Lesungen und Filme, das man schon in Streß kommen kann 😉 Dieses GefĂŒhl der Gemeinschaft zu genießen, Gleichgesinnte treffen, nicht allein durch die Stadt zu streifen und angestarrt zu werden ist schon schön…

Einige packen schon vorher eifrig ihre Koffer – andere stopfen auf den letzten DrĂŒcker alles in ihre Taschen, also Kleiderschrank auf, Klamotten raus! Viele sind mittlerweile dazu ĂŒbergegangen, die Reise ganz entspannt mit dem Zug zu machen – so auch wir. Mit einer Gruppe von acht Leuten ging es los in ein abwechslungsreiches verlĂ€ngertes Wochenende.

Wir kamen abends so um acht Uhr auf dem Leipziger Hauptbahnhof an, wo schon so manche schwarze Gestalt sich befand. Einige schwören auf das Zeltplatz Feeling und andere ziehen den Luxus einer Unterkunft mit sauberen Duschen und Klos ohne Warteschlangen vor. So trennten sich auch die Wege unserer Gruppe und jetzt zu zweit machten wir uns auf zu unserer Pension, die wir fĂŒr 10 Euro ersteigert hatten. Der Weg mit der Straßenbahn dort hin dauerte nur ein paar Haltestellen und wir wurden angenehm ĂŒberrascht – die Zimmer hell und mit Laminat ausgestattet, das Preis-/LeistungsverhĂ€ltnis war in Ordnung.

Mittlerweile schon bald Mitternacht, machten wir uns auf den Weg zum Dark Flower. Von diesem Club hatten wir schon einiges gehört und waren neugierig darauf, ihn zu entdecken. GlĂŒcklicherweise bot uns der Stadtteil unserer Pension auf dem Weg zur City noch etwas zu essen. In Leipzig gibt es in den Dönerbuden Halloumi – eine Leckerei aus ZiegenkĂ€se, die ich in Norddeutschland bisher noch nie gesehen, geschweige denn gegessen hatte.

Das Dark Flower war nicht schwer zu finden, aber leider war der Club komplett ĂŒberfĂŒllt und es kamen nur Wesen rein, wenn sich welche raus zwĂ€ngten. Immer mehr Publikum erschien und wollte dort die erste Eröffnungsveranstaltung erleben und feiern. Nach einer Weile hatten wir keine Lust mehr zu warten, das wir eingelassen wurden, so suchten wir die Sixtina – die Absinthbar.

Diese war mir bekannt vom letztem WGT, wo ich dort nachmittags einer Lesung lauschte und die auch in diesem Jahr wieder ein vielfĂ€ltiges Programm bot. Die Bar ist nicht sehr groß aber sehr stilvoll und bietet 90 Sorten Absinth in den verschiedensten Variationen! Es sah innen sehr gefĂŒllt aus – ein DJ legte live auf, so begaben wir uns in den gemĂŒtlichen Hof mit vielen BlumenkĂŒbeln. Sogleich erschien eine freundliche Servicekraft und frage uns nach unseren WĂŒnschen, einer von uns versuchte sich am Absinth. Der sympathische Bedienende zeigte uns Unwissenden, wie man das berĂŒchtigte GetrĂ€nk zu trinken hat – und klĂ€rte uns spĂ€ter noch ĂŒber verschiedene Sorten auf mit samt persönlichen Empfehlungen – toller Service! Die Wirkung des ganzen war nicht so stark, wie man ĂŒberall gerĂŒchteweise gehört hatte – aber ohne blieb es auch nicht – war lustig 😉

Zu erwĂ€hnen fĂŒr den Donnerstag wĂ€re noch die RĂŒckfahrt mit dem Nachtbus, das ist wirklich ein Erlebnis fĂŒr sich, die Busfahrer sind schnell und waghalsig und man muss sich gut festhalten!

Freitag – Tag 1

Freitags am frĂŒhen Nachmittag auf dem Weg zur Agra waren die Straßenbahnen noch lĂ€ngst nicht so gefĂŒllt von schwarzen Gestalten, wie es in nĂ€chster Zeit der Fall sein wĂŒrde. Wenn die Festival Besucher von einem Veranstaltungsort zum anderen pendeln, paßt kaum noch jemand in die Bahn hinein. Die “normalen” Straßenbahnfahrer wirken dann immer etwas verloren, nehmen es aber mit Leipziger Gelassenheit 😉
Auch wenn die Schlangen an den BĂ€ndchenbuden lang wirkten, ging es doch zĂŒgig voran. Jedes Jahr darf man sich ĂŒberraschen lassen, welche Farbe nun dieses Jahr dran ist. Sich vor den Agra Hallen nieder zu lassen, ist ein guter Ort, um all die verschiedensten Besucher zu beobachten – einige scheinen fast zu flanieren hier, um gesehen zu werden.

Moritzbastei oberer Markt war die nÀchste Station. Dort konnte man an den vielfÀltigen Buden entlang schlendern und schöne Dinge erwerben, wie GewÀnder, Schmuck, Accessoires jeglicher Art, auch einen Drachenstand mit kunstvollen Lampen und sonstigen schönen Zierrat aus den Fabelwesen war zu bewundern.

FĂŒr das leibliche Wohl in diesem mittelalterlichen Ambiente war ebenfalls gesorgt, CrĂšpes und verschiedene Fleischarten fĂŒllten den Magen, natĂŒrlich darf auch der Met nicht fehlen 😉

Der Weg zur ParkbĂŒhne ist nicht leicht zu merken, so folgten so einige die diesen Ort aufsuchen wollten – anderen, die zielstrebig wirkten und manchmal klassischerweise ein anderes Ziel hatten. Diese Geschichten hört man öfter auf dem Festival 😉
Andere machten es sich einfacher und ließen sich mit einer Kutsche zum Ort des Geschehens bringen. Leipzig hat sehr schöne Parkanlagen mit faszinierenden Wasserspielen zu bieten, wo viele Besucher gerne verweilten.

Beim Eintreffen sollte als nĂ€chste Band Haggard auftreten und die ParkbĂŒhne war randvoll gefĂŒllt. Es herrschte angenehme Stimmung, im Biergarten wurden Plauschereien abgehalten.

Die ersten Töne erklangen und alle eilten zur BĂŒhne. Haggard absolvierte wieder eine tolle BĂŒhnenshow mit vielen bekannten StĂŒcken, sehr sehenswert und mitreißend fĂŒr das Publikum ĂŒber deren Köpfen etwas irritierend eine Kamera schwenkte

Abends trafen wir uns vom Elfengrau-Forum aus vor der Agra-Halle um gemeinsam an der Party unter anderem mit Dj Bruno Kramm teil zu nehmen. Dieser legte sehr beliebt auf, gute Klassiker und StĂŒcke, die man viel zu selten erst an öffentlichen Orten hörte. Viele tanzten selbstvergessen in dieser etwas kalt wirkenden Halle

Mit ein paar Bier und netten GesprĂ€chen haben wir ganz schön lange durch gehalten und machten uns zu zweit erst morgens auf den Weg zurĂŒck . Vor der Agra trafen verschieden Gruppen aufeinander – diejenigen die grad aufgestanden waren und aktiv wurden – die anderen, die mit einer Flasche Treffen Met zum Zelt gingen 😉 (es wird einfach immer zu frĂŒh hell ;)). Da unsere Bahn zur Pension am Hauptbahnhof noch auf sich warten ließ, bot sich ein FrĂŒhstĂŒck an – wie fĂŒr so einige Festivalbesucher auch – bei McDonald‘s , was ein lustiges Bild dort abgab 😉

Samstag – Tag 2

Auf dem Weg zur ParkbĂŒhne sahen wir wieder den Mann mit seinem kleinen Tischchen, auf dem er selbstgemachte RĂ€ucherstĂ€bchenhalter aus mir unbekanntem Material und anderes feil bot. Er schien sich ein wenig zu langweilen 😉

Unsere erste Station am Samstag war dann Diva Destruction. Bei mir zu Hause lief ihre letzte CD rauf und runter und ich war voller Vorfreude auf das Konzert – wie viele andere Besucher auch, jedoch verließen so einige wĂ€hrend des Auftritts ihren Platz vor der BĂŒhne, sei es, das irgendwie keine richtige Stimmung aufkam oder weil der Auftritt so routiniert schien – die dargebrachten Songs waren auf jeden Fall bekannt wie auch beliebt und die SĂ€ngerin hat eine tolle Stimme. Sorry – Bilder sind leider etwas unscharf geworden

Die anschließend auftretenden Clan of Xymox begannen mit “There’s no Tomorrow” ihr Publikum zu fesseln. WĂ€hrend ihres Auftritts von ca. einer Stunde spielten sie Lieder quer aus den verschiedensten Zeiten, immerhin bestehen sie ja schon seit 20 Jahren. Zuerst gab es vom Publikum geliebte alte gitarrenlastige StĂŒcke, wobei immer mehr sich mitreißen ließen und tanzten. Zum Ende hin kamen dann mehr ihre elektronischen Werke zur Geltung, doch auch diese sind gepaart mit der Clan of Xymox ganz eigenen EmotionalitĂ€t. Selbst der Security an der BĂŒhne schien dieser Sound zu gefallen 😉 Ein wirklich gelungener Auftritt mit sehr zufriedenen Publikum, das noch Zugaben forderte – jedoch durfte es laut strikter Programmanweisung nur noch einen Song geben. Die Fotos der Band sind leider nichts geworden, doch war ich fasziniert von einer nebenstehenden Mutter mit ihrer Tochter – die beide ganz versunken in das Konzert waren .
Sonntag

Sonntag – Tag 3

Der Sonntag begann mit dem Black-Dust-Catcher-BĂŒfett.

Anschließend machten wir uns auf dem Weg zum Völkerschlachtdenkmal, da spielte zu der Zeit zwar keine Band, aber das Denkmal muss man einfach mal gesehen habe. Viele schwarze Gestalten hielten sich dort und in der Umgebung auf, schauten sich die Ausstellung an und begaben sich auf den atemraubenden Weg nach oben, um die Aussicht zu genießen.

Einen Abstecher auf den Friedhof zum Relaxen vom Festival Stress kann ich nur empfehlen, den auch so einige machten. Allein das Krematorium sieht aus wie ein Schloss, der Friedhof selbst hat teilweise etwas verwunschenes, viele kleine Wege sind zu entdecken und schön gestaltete GrÀber.

Ein Highlight des Sonntags waren auf jeden Fall die CrĂŒxshadows, immer wieder verstehen sie es, das Publikum völlig zu begeistern und mitzureißen – sie haben eben eine tolle Ausstrahlung und man kann fĂŒhlen, das sie hinter ihrer Musik stehen. Rogue kletterte wie immer mit Vorliebe an den BĂŒhnengestellen hoch 😉 CrĂŒxshadows werden nicht ohne Grund als eine der besten und beliebtesten Live-Bands gehandelt.

Lustig anzusehen war, das viele Besucher nach Konzertende zum vermeintlichen Ausgang – nĂ€mlich zu den Klos wanderten und dort alle eine Runde drehten um zum richtigen Ausgang zu kommen 😉

Sex Gang Children hatten es dann nicht so einfach, das ĂŒbrig gebliebene Publikum in der wesentlich leerer gewordene Halle zu begeistern. Wir haben nur zwei Lieder angeschaut, ich kann also nicht sagen, ob sie es noch geschafft haben.

Letzte Station des Tages war das heidnische Dorf in welchem um diese Uhrzeit eine tolle AtmosphĂ€re herrschte. Nur Fackeln und kleine Feuer erhellten es. Eine mir unbekannte mittelalterliche Gruppe trat grade auf und spielte die ĂŒblichen Lieder, die man immer wieder auf MittelaltermĂ€rkten hört. Nichts desto trotz waren sie mitreißend!

Besonders schön waren die StĂ€nde mit ihren vielen Lampen und Stoffen, die kamen des Nachts sehr gut zur Geltung. In Kesseln ĂŒber Feuer brodelte unbekanntes Essen, mit allerlei Schmuck, GewĂ€ndern und vielen anderen Dingen konnte man sich bis zur spĂ€ten Stunde eindecken. Die SchĂ€nken waren stets gut besucht 😉 Wer Hunger hatte, konnte wĂ€hlen zwischen Fleischgerichten, gebackenen GemĂŒse und frischen Flammenkuchen und noch einigem mehr. Überrascht war ich, das in die großen Pfannen eines Standes das Essen aus TiefkĂŒhlbeuteln kam! SĂŒĂŸe Leckereien wurden auch geboten, wie z.B. Eis – und absolut zu empfehlen – Apfelkrapfen.

Montag – letzter Tag

Der letzte Tag des Festivals war angebrochen und das Wetter sah nicht so freundlich aus. Kaum in der Innenstadt angekommen, fing es an zu regnen, doch unten im Hauptbahnhof konnte man Regenschirme fĂŒr nur 2,49 Euro erwerben 😉 Zum FrĂŒhstĂŒck besuchten wir Bagel Brothers gleich in der Innenstadt (Nikolaistrasse 42), dort ist es zwar nicht ganz billig, aber alles wird frisch zubereitet, sogar mit Handschuhen – also ganz hygienisch. Bagels ist freundlich eingerichtet und bietet eine sehr große Auswahl an den verschiedensten Bagels, so das man sich kaum entscheiden kann. Dann gibt es noch frische SĂ€fte, Kaffee, Cappuccino usw. und sĂŒĂŸes – wie Donuts.

Gut gestĂ€rkt gingen wir zur Mortizbastei, um dort endlich mal durch die Gewölbe zu schlendern und uns in Ruhe die StĂ€nde anzusehen – doch ĂŒberrascht musste wir fest stellen, das die meisten schon abgerĂ€umt hatten und nur noch wenige HĂ€ndler ausharrten. Trotz der EnttĂ€uschung darĂŒber, bewunderten wir das Gewölbe, in dem man sich gedanklich leicht in eine andere Zeit versetzen lassen kann. Aus dem hinteren Teil erschallten mittelalterliche KlĂ€nge und wir entdeckten, das eine von der allgemeinen Aufbruchsstimmung unbeeindruckte Truppe die spĂ€rlichen letzten Besucher mit Worten und Musik bestens unterhielt. Einige lauschten nur, andere tanzten – es hĂ€tte noch endlos so weiter gehen können, den die Stimmung war bestens. Leider ist mir der Name der Gruppe entfallen, falls ihr ihn wisst, schreibt mir doch bitte 🙂

Auf dem Weg zur ParkbĂŒhne kam man sich schon richtig einsam vor, die meisten Besucher waren mit ihrem Auto vor gefahren. Es spielten grade Antiworld, die sich nach ihrem Auftritt locker unter das Publikum mischten und auch fĂŒr Fragen und Fotos offen waren. Die Wartezeit bis zu dem Auftritt von Mephisto Walz versĂŒĂŸten wir uns mit Frozen Erdbeer – lecker! Sehr angenehm war, das die ParkbĂŒhne nicht sehr gefĂŒllt war, denn so konnte man das nun folgende Konzert richtig genießen – auch war das Publikum schön gemischt mit auch vielen Älteren, was auch gleich in der Ansage der Band erwĂ€hnt wurde 😉

Mephisto Walz waren mein persönlicher Höhepunkt des Festivals, die SĂ€ngerin war so sympathisch, als sie einmal ihren Text vergaß, lachte sie erfrischend ins Mikro. Die neuen Songs, die im bekannten Stil waren, gefielen den Besuchern sogleich und zu den alten Songs tanzten so viele in der ParkbĂŒhne, wie ich es bisher nicht sah. Wirklich toller Auftritt, sehr mitreißend und eine nette Band, die Ur-Goth-Rock genial rĂŒber brachte.

In der Agra Halle lief am Montag das schon fast obligatorische Mittelalterprogramm und wir wollten Corvus Corax nicht verpassen. Diese fingen allerdings erst eine ganze Weile spĂ€ter an zu spielen und wir vertrieben uns die Zeit damit, den köstlichen Treffen-Met zu trinken. Zwischendurch erschien auch deren Nachschub in einem Wagen – bedruckt mit “Schnelle METinzinische Hilfe” – sind schon lustige Gesellen die MethĂ€ndler 😉

ZurĂŒck zur BĂŒhne – diese schien mir fĂŒr eine Band wie Corvus Corax einfach zu klein und der Sound nicht ausreichend fĂŒr so eine Truppe, doch ihr Auftritt war trotzdem absolut sehenswert und sie begeisterten das Publikum komplett und bildeten damit einen schönen Abschluss fĂŒrs diesjĂ€hrige WGT. Nicht so schön war, das einige Zeit spĂ€ter jemand sich selbst durch die dicken Glasscheiben der Agra Halle befördern wollte, denn es endete mit vielem fließenden Blut.

Das 13. WGT lief – so weit mir bekannt, wesentlich friedlicher ab, als letztes Jahr (wo es SchlĂ€gereien und Angriffe gab). Die Festival-Karten waren dieses Jahr besonders gelungen und die Security war ausnahmslos freundlich, die BĂ€ndchenausgabe lief zĂŒgig ab – von daher ein Lob an die Organisation in diesem Sinne. Leider gab es einen tragischen UnglĂŒcksfall mit zwei Toten (was aber nichts mit der Organisation zu tun hatte), hiermit spreche ich mein MitgefĂŒhl aus.

Sicherlich hat jeder seine ganz persönlichen Highlights und Kritikpunkte erlebt. Eine vielfĂ€ltige Auswahl an Bands und anderen Veranstaltungen, macht es einem zwar nicht leicht, sich zu entscheiden – aber es ist fĂŒr jeden Geschmack der breit gefĂ€cherten schwarzen Szene was dabei.